Katholisch Stadt Zürich

Thomas Meyer

"Oft bringt uns erst Pointiertes und Provokantes vorwärts"

Der bekannte und ausgezeichnete Schweizer Schrifsteller Thomas Meyer ist mit seinem neuen Buch zu Gast in der Pfarrei St. Franziskus. Ein spezieller Gast mit einem speziellen Buch. Datum: Dienstag, 27. Oktober 2020, 20:00 – 23:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Warum liest gerade Thomas Meyer in St. Franziskus? Warum passt dies?

Uwe Burrichter, Diakon und Pfarreibeauftragter: Unsere Pfarrei St. Franziskus liegt im Kreis 2 in Wollishofen, einem der Zürcher Quartiere, in denen jüdische Mitmenschen Nachbarn und Freunde sind. Auch wenn Thomas Meyer mit seinen «Wolkenbruchbüchern» sicher nicht für alle «gutverdaulich» ist, ist gerade sein neues Buch mit seinen starken Überzeichnungen eine gute Möglichkeit religionsübergreifend ins Gespräch zu kommen.

Wie gestaltet sich die interreligiöse Nachbarschaft?
Wir pflegen seit vielen Jahren freundschaftlichen Austausch mit der jüdischen Gemeinde, treffen uns zum jährlichen interreligiösen Austausch und stellen unser Pfarreizentrum gerne für jüdische Feiern zur Verfügung.

Was spricht Sie persönlich an diesem Buch an?
An seinem neuesten Buch «Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin» gefällt mir besonders, wie sich Thomas Meyer satirisch mit Rechtextremismus und Antisemitismus auseinandersetzt. Deshalb ist dieser Roman für mich hochspannend und brandaktuell.

Thomas Meyer ist ein spannender Autor, er mit seinen pointierten Äusserungen in den Medien auch mal für Aufruhr sorgt. Passt dies zur beschaulichen Katholischen Kirche?»
Es ist wohl so, dass wir manchmal nur vorwärtskommen, wenn etwas pointiert und provokant formuliert wird. Das weckt uns auf und bringt uns weiter. Wenn das Ganze dann auch noch so humorvoll verpackt wird, wie Thomas Meyer es meisterhaft schafft, kann es uns neugierig machen und voranbringen. Das würde ich mir in unserer katholischen Kirche auch mehr wünschen.