Katholisch Stadt Zürich

Die Kirche mit anderen Augen sehen

Was oder wer ist die Kirche heute? Was sind ihre Aktivitäten und wofür engagiert sie sich und ihre Menschen? Der neue Jahresspiegel bietet ein kurzweiliges Portrait mit einer persönlichen Note. Oliver Kraaz, Kommunikationbeauftragter Katholisch Stadt Zürich, über die Idee des Jahresspiegels.

 

Oliver Kraaz, Jahresberichte zu lesen ist oft eine mühsame Pflichtübung. Warum soll man den "Katholischen Jahresspiegel 2019" sich antun?
Um in den Himmel zu kommen! (lacht). Nein, im Ernst: Wir legen grossen Wert darauf, dass alle Leserinnen und Leser bei der Lektüre des Jahresberichtes die Kirche näher kennenlernen. Oder sagen wir: Die Kirche in der Stadt Zürich. Die Menschen, die im Bericht zu Wort kommen, haben was zu sagen. Es sind Menschen, die sich Gedanken machen über "ihre" Kirche. Auch kritische Gedanken.

Was hat die katholische Kirche in der Stadt Zürich den Menschen zu geben?
Sie ist immer da, sie hat immer offene Türen, egal wie das Leben läuft. Diese Beständigkeit des sicheren Hafens ist heute alles andere als selbstverständlich. Gerade in einer dynamischen Stadt wie Zürich, in der sich so vieles verändert. Wer die Interviews liest spürt: Kirche ist nicht einfach Kirche. In der Stadt Zürich hat die katholische Kirche eine eigene Prägung. Sie atmet den offenen Geist der Stadt und bleibt trotzdem ihrem Glauben treu. Das ist kein Widerspruch.

Die katholische Kirche ist im Umbruch, vieles ändert sich, auch die Bereitschaft auf die Kirche einzulassen. Zeigt sich dies in den Gesprächen?
Natürlich. Wir sind keine losgelöste, heile Welt. Die Veränderungen spüren wir, wir kämpfen auch damit. Aber so ist doch das Leben. Dass die kritischen Gedanken auch in den Texten vorkommen, zeigt nur eines: Die Kirche lebt!