Katholisch Stadt Zürich

Katholisch Stadt Zürich, der Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden, schliesst die Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss von CHF 7'608'464.41 ab, der ausserordentliche Positionen enthielt. Dies nachdem im letzten Jahr aufgrund der Steuerberichtigung seitens der Stadt Zürich ein aussergewöhnlicher Verlust von CHF 11.4 Mio. war, der ausserhalb des Einflusses des Verbandes lag.

 Das Ergebnis wurde an der Delegiertenversammlung in der Kirchgemeinde Herz Jesu Wiedikon mit Freude aufgenommen, Grund zur Euphorie herrschte allerdings nicht. Ein Grund dazu liegt in der erneuten Abnahme an Kirchenmitgliedern. Insgesamt wurden 2018 rund 3'000 Austritte in den 23 Kirchgemeinden verbucht.

 Daniel Meier, Präsident Katholisch Stadt Zürich: «In Zeiten der boomenden Stadt Zürich mit steigenden Einwohnerzahlen verliert die katholische Kirche zunehmend an Mitgliedern. Das ist eine Entwicklung, die jetzt und morgen noch nicht dramatisch ist, die uns aber bereits heute zum Umdenken anregen muss. Wir brauchen Konzepte und Ideen gegen diesen Trend.»

 In diesem Zusammenhang wurden an der DV die Ausrichtung von vier Arbeitsgruppen (Verwaltung, Behörden, Pastoral, Gebäude) präsentiert, welche sich mit der Entwicklung und deren Auswirkung beschäftigt. Die Analysen sollen die Grundlage für konkrete Massnahme darstellen. Im Herbst werden diese präsentiert werden.

 Die Delegierten verabschiedeten das Reglement der IKT-Kommission (Informations- und Kommunikationstechnologie-Kommission) und erhoben sie in der Abstimmung von einer Sonder- in eine ständige Kommission. Ihr Aufgabenbereich wird die Begleitung und Beratung der Kirchgemeinden in allen Belangen der Digitalisierung sein.

 Abgesegnet wurde von der Delegiertenversammlung weiter vier Unterstützungsanträge:

  1. Eine Sonderzuteilung von CHF 2’564’000 an die Sanierung des Pfarreizentrums in der Kirchgemeinde St. Gallus
  2. CHF 100’000 für ein Bauprojekt der benediktinischen Universität in Sant’Anselmo in Rom.
  3. CHF 100'000 jährlich während drei Jahren an die Opferhilfe für Flüchtlinge mit dem Titel «Umfassender Schutz von Opfern von Menschenhandel im Asylbereich»
  4. CHF 250’000 für AHV/IV-Beiträge der Schweizergarde als Überbrückungsunterstützung für die Jahre 2019-2021

 

Jürg Tribelhorn neuer Geschäftsführer ab 1.1.2020

In personeller Hinsicht wurde informiert, dass Jürg Tribelhorn, aktuell Leiter des Sekretariates und stellvertretender Geschäftsleiter, im nächsten Jahr neuer Geschäftsführer von Katholisch Stadt Zürich wird. Er übernimmt die Funktion von Andreas Meile, der Ende 2019 in Pension gehen wird. Die Nachfolge im Sekretariat wird gleichzeitig auch mit der Stellvertreter-Funktion des Geschäftsführers verbunden sein. Die entsprechende Stelle wird im Juni öffentlich ausgeschrieben werden.

 Projekt «Kirche urban» neu mit Simon Brechbühler

Nach der zweijährigen Lancierungsphase unter Thomas Münch wird das Projekt neu von Simon Brechbühler im 60%-Pensum geleitet werden. «Kirche urban» soll der Motor für neue Formen kirchlicher Spiritualität im städtischen Raum sein und als Partner für die Kirchgemeinden im veränderten kirchlichen Umfeld dienen. Simon Brechbühler war bisher bei der Jugendseelsorge AKJ (Stadt Zürich) tätig.