Katholisch Stadt Zürich

Vorderhand keine Essenabgabe mehr an Samstagen

Während der akuten Corona-Krise wurden die Aktion «Broken Bread» lanciert. In deren Rahmen wurden jeden Samstag während 16 Wochen Lebensmittelpakete an der Langstrasse ausgegeben. Es dürften rund 14'000 Pakete gewesen sein, die an Prostituierte, Obdachlose, Suchtkranke, Sans-Papier und Flüchtlinge oder sonst in Not geratene Personen gingen. Am 4. Juli 2020 endet nun diese Nothilfeaktion teilweise.

Mit der Linderung der Corona-Krise wird das grosse Engagement des Vereins «Incontro» der Situation angepasst, aber nicht vollständig beendet: Im Rahmen von «Broken Bread» werden weiterhin jeden Abend warmen Mahlzeiten auf der Langstrasse verteilt.

Ebenso wird die sogenannte «aufsuchende Gassenarbeit», also die qualifizierte Begleitung und Beratung von Einzelpersonen weitergeführt. Dazu gehört auch die Unterstützung von Frauen aus dem Milieu mit Lebensmittelpaketen oder Hygieneartikeln.

Die Betroffenen an der Langstrasse wurden bereits seit mehreren Wochen über das Ende der Aktion informiert, mündlich und schriftlich. Zu diesem Zweck wurden alle Essenspakete wurden seither mit Infoblättern über alle Hilfsangebote (incl. Essensausgabestellen) der Stadt und der freien Träger ausgestattet.

Aus den 23 Kirchgemeinden von Katholisch Stadt Zürich war eine Grosszahl von Kirchgemeinden aktiv an der Aktion beteiligt. Sie sammelten in den Pfarreien Säcke mit Lebensmitteln, die dann vom Team von «Broken Bread» an die Langstrasse gebracht und dort verteilt wurden.

Marcel von Holzen, Dekan Zürich-Stadt: «Das Engagement Broken Bread hat gezeigt, dass die Kirche vor allem für die Menschen in Not da sein muss und da sein kann. Alle Beteiligten, im Verein Incontro und in den Kirchgemeinden, verdienen grossen Respekt und ein ebenso grosses Dankeschön für das Einstehen in dieser Krise.»

Sollten sich die Krise wieder verschärfen bzw. eine zweite Corona-Welle einsetzen, ist eine Wiederaufnahme der Essensabgabe am Samstag möglich. Absprachen mit Vertretern der Stadt Zürich wurden bereits getroffen.